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DIE KRETISCHE LABYRINTH-HÖHLE


www.labyrinthos.ch/Teil.2.html

Das als "Labyrinth" bezeichnete Höhlensystem
in der Nähe der antiken Stadt Gortyn auf Kreta




FOTO-DOKUMENTATION     von     Thomas M. Waldmann


TEIL 2


INHALTSVERZEICHNIS  

TEIL 1

Vorwort

NEWS

Kap. 1   Allgemeines

a) Das Labyrinth des Minotaurus

b) Bedeutung und Geschichte

c) geographische Lage

d) Verwechslung mit dem kleinen Labyrinth

e) Gefährlichkeit

f) Merkmale

Kap. 2   Die Pläne

a) Buondelmonti 1415 (1417)

b) Dumas 1783 (1999)

c) Cockerell 1811 (1820)

d) Kopien von Cockerells Plan: Bertuch (1821),
Charton (1854), Amé (1857) und Kern (1982)

e) erweiterte Kopie von Cockerells Plan: Prokesch von Osten 1825 (1836)

f) Sieber 1817 (1823)

g) Kopie von Siebers Plan: Spratt 1843 (1865)

h) Sigalas (1842)

i) Romanas et al. 1982

j) Petrochilou 1985

k) korrigierte und ergänzte Version von Petrochilous Plan: Waldmann 1998 - 2010

l) ein Vergleich der Namen und Notizen in den Plänen von Petrochilou, Dumas, Cockerell, Charton, Prokesch von Osten und Sieber

m) Vergleich der Pläne: Gesamtvergleich

n) Vergleich der Pläne: Detailvergleiche

Kap. 3   Die Labyrinth-Höhle auf Fotos

Vorschau

a) Anfahrt, Zugang und Eingang

b) Eingangsbereich

c) Gang rechts bis zum Trapeza-Raum

d) Rechts hinten links bis zum Einsturz

e) Zwischen den beiden Eingängen

f) Der zweite, westliche Eingang

g) Die Räume ganz links

h) Gang links bis zum Einsturz



TEIL 2

Kap. 4   Inschriften im "Trapeza"-Raum (Raum des Tisches)

a) Bekannte Personen

b) Besondere Inschriften

c) Griechische Inschriften

d) Deutsche Namen aus der Zeit des 2. Weltkrieges

Kap. 5   Der zweite Raum der Inschriften

Kap. 6   Herkunft des Wortes „Labyrinth“

Kap. 7   Ähnliche bearbeitete Höhlen

a) Das Kleine Labyrinth (Steinbruch-Höhle Nr. 2)

b) Steinbruch-Höhle Nr. 3

c) Steinbruch-Höhle Nr. 4

d) Steinbruch-Höhle Nr. 5

e) Steinbruch-Höhle Nr. 6

f) Die Höhle "Siderospilia"

g) Archea Eleftherna

h) Die Höhlen-Steinbrüche bei Agia Irini / Spilia (u.a. "Hazzidakis-Nivas")

i) ähnliche Höhlen im Ausland:

    1) Die Katakomben von Paris

    2) Tykarpsgrottan in Schweden

Kap. 8   Historische Bilder / Der historische Eingang

Kap. 9   Dokumente und Fotos aus dem 2. Weltkrieg (Militärarchive Freiburg im Br. und Koblenz, D)

Kap. 10   Was war die Labyrinth-Höhle wirklich?

a) Das Labyrinth des Minotaurus?

b) Ein Steinbruch?

Kap. 11   Offene Fragen, aktuelle Recherchen, Zukunft der Labyrinth-Höhle

Kap. 12   Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse meiner Forschungen

ANHANG

Anhang 1   Der Autor

Anhang 2   Literaturverzeichnis

Anhang 3   Internet-Adressen

Anhang 4   Quellenverzeichnis der Abbildungen und Fotos

Anhang 5   Dank





ACHTUNG: DIE LABYRINTH-HÖHLE IST GEFÄHRLICH !
Betreten Sie sie nicht auf eigene Faust !

© Das Copyright  sämtlicher Fotos und Texte liegt bei Thomas M. Waldmann, sofern nicht anders vermerkt. Fotos, Karten usw. kurz alle Arten von Abbildungen dürfen nur nach Rücksprache mit dem Autor verwendet werden.
Diese Website wird laufend aktualisiert. Stand:   25.06.2017


Kap. 4   Inschriften im "Trapeza"-Raum (Raum des Tisches)

a) Bekannte Personen


Abb. a1 Dumas 1783 Abb. a2 Savary 1779Zu den Inschriften bekannter Personen gehören all jene, die ich beim Vorstellen der Pläne bereits zeigte: Dumas, Cockerell, Spratt und Drummond. Auch Savary gehört natürlich dazu, seine Inschrift befindet sich allerdings nicht im Trapeza-Raum, sondern im rechten Gang.








Abb. a3 Cockerell Abb. a4 Spratt, Beacon 1843 Abb. a5 H. M. Drummond 1843

Hier sind Weitere:

Abb. a6 Eliza Fabrequettes 1832 mit Rahmen Abb. a7 Inschrift Fabrequettes 1832Gleich drei Inschriften, alle im Jahr 1832, hinterliess die Archäologin Eliza Fabrequettes, einmal mit Vornamen und Rahmen und zwei mal ohne. Eine befindet sich am "Türrahmen" der Eingangspforte zum Raum des Tisches (Trapeza), die andere innen an einer Wand. Im Oktober 2008 fand ich einen zweiten Raum mit Inschriften (der auf allen Plänen fehlt) im westlichen Teil des Labyrinths. Dort fand ich ebenfalls eine Inschrift von ihr. Alle drei Inschriften bestehen aus Kapitälchen. Während ihre Inschriften im Trapeza-Raum mit schwarzer Farbe nachgezogen sind, ist hier "FABEGUETTES" nur geritzt - und hat einen Schreibfehler (!): das "R" fehlt. In der Vergrösserung sah ich dann plötzlich, dass zwischen B und E ein kleines R darüber geritzt war - sie hatte den Fehler offenbar bemerkt..... Ergänzung 22.01.2013: Die ersten beiden Fotos wurden mit Blitz aufgenommen, das dritte Bild jedoch mit Seitenbeleuchtung und Stativ, daher die andere Farbe.

Abb.   Abb.


Abb. a8 Caporal 1837Die Inschrift "Joseph Caporal, Félicie Caporal" trägt darunter den Zusatz "enceinte de 5 mois", was "schwanger im 5. Monat" heisst..... Caporal war Arzt und "Health Service in Chief of Crete". Die Jahreszahl "1887" links oben gehört offenbar nicht zu dieser Inschrift, denn Scott, der die Höhle 1834 besuchte, erwähnt die Inschrift...(zitiert in Traeger 2005, S. 69), Spratt ebenfalls. Über der Linie ist ein weiterer Schriftzug "J. Caporal" zu erkennen.








Abb. a9 Inschrift DaskolojannisDie Person, die diese Inschrift hinterliess, müsste eigentlich auf Kreta bekannt sein. Interessanterweise wird sie in den griechischen Dokumenten, die sich den Inschriften widmen, nicht erwähnt. Daskalojannis leitete 1770 den grössten Aufstand der Kreter gegen die türkischen Besatzer. In Iraklion und in Anopolis wurde ihm ein Denkmal errichtet. Eines der Schiffe, die an der Südküste zwischen Chora Sfakion und Paleochora verkehren, trägt seinen Namen. Unter dem Namenszug ist noch "ΜΟΙΡΕ(Σ)" eingraviert. Mires ist die Hauptstadt der Messara.


Abb. a10 ProtopopoffDiese gut lesbare Inschrift weist auf einen russischen Konsul hin, der eigentlich leicht zu identifizieren sein sollte: Die Inschrift lautet: "9. mai 1903 / 1903 / Eug Protopopoff / Consul de Russie / La Canée"

Abb.Der österreichische Zoologe Carl Michael Theodor Graf von Attems besuchte Kreta 1899/1900. Er studierte vor allem Myriapoden (Tausendfüssler) und veröffentliche unter anderem 1902 das Werk "Myriapoden von Kreta nebst Beiträgen zur allgemeinen Kenntnis einiger Gattungen".










b) Besondere Inschriften

An dieser Stelle möchte ich ohne Kommentar die Fotos einiger Inschriften zeigen, die im Trapeza-Raum auffallen, z.B. wegen des Alters oder aus anderen Gründen.

Abb. b1 1444 Abb. b2 1481 A... Abb. Jahreszahl 1510 Abb. b4 1522 Abb. b5 1585

Abb. 1699 Unsichere: 1413? 1439 ? 1544 ?

Abb. b6 I Hawkins 1794 Abb. b7 Barbieri 1794 Abb. b8 D. Hercullez 1832 Abb. b9 P. Luca 1833

Abb. b10 Alfred Schiff Juni 1900 Abb. b11 Lichtenberg 1902 Abb. b12 1874 / Arriet Boyd / Pernier

Abb. b13 Jules Bois, avec Al Singer, ..., 7.XII.1909 Abb. b14 L. M. Ugolini MCMXXV Abb. b15 M.M.Rattray 12.8.99

Abb. b16 Debusal Abb. b17 Lyttle 9.8.1922

Abb. b18 R. de Guiroye 30. avril 1902 Abb. b19 George Gertrude Lagos, A(p)ril 09, 1938 Abb. b20 4.9.1905 F. N. Le M.
 
Abb. b21 Darasse 1840 Abb. b22 Inschrift "Darasse 1840" im Salle TrapezaDie Inschriften "DARASSE 1840", "CALVI 1840" sowie "VOLPATO 1840" fand ich zwei Mal im Labyrinth: einmal im Kampfsaal unterhalb bzw. links sowie gegenüber der Inschrift von Savary, ein zweites Mal im Trapeza-Raum. Während Calvi im Kampfsaal seinen Namen mit der Jahreszahl 1840 in ein Dreieck setzte, begnügte er sich im Trapeza-Raum mit einem Rechteck ohne Jahreszahl. Bei der Inschrift Volpatos ist ebenfalls keine Jahreszahl erkennbar. Zur selben Gruppe gehörten vermutlich noch weitere Leute. Mit der Jahreszahl 1840 fand ich im Kampfsaal noch die Inschriften von PALOMBA und Calegati (der einzige, der seinen Namen mit Gross- und Kleinbuchstaben schrieb), hier im Trapeza-Raum jene von FREZZOLINI und - schwerer zu entziffern - KAFANOMOLO oder ähnlich (?).

  Gang rechts, Inschrift Calvi 1840   Inschrift Calvi

Abb. 47 Raum 1, Inschrift Volpato 1840 Abb. Inschrift VOLPATO

Frezzolini 1840 Kafanomolo (?) 1840

Abb. b23 H. I. Stickroth 1915 Abb. b24 H. I. Stickroth, Toledo, Ohio, 1915Auch "H. I. Stickroth" hat sich 1915 zweimal verewigt im Trapeza-Raum. Bei einer Inschrift hat er seine Herkunft genauer angegeben mit "Toledo, Ohio"






Abb. 25 W. G. H. Bates, Toronto 1900, Canada Abb. b26 A. Schivond, 1.X.1896

Abb. b 1510 Abb. b R. Beharestin, photographe, 1900

Abb. b Steward (ohne Jahreszahl) Abb. b I. Foster (ohne Jahreszahl)

Abb. b M. S. Antonio (ohne Jahreszahl)

Abb. b Rieuf Fortoul 26. mai 1903 Abb. b Antony 1591 (?)

Hier einige arabische Inschriften (Lesung und Übersetzung nach Paul Coatalen) . Bild 1: Muharram Isam, 1201 (?); Bild 2: Nizam al Jawahir (= Nizam Dauacher), Al Urdun (= Jordanien), 1982; Der Jordanier Nizam Dauacher war Mitglied der zweiten griechischen Höhlenforschungsgesellschaft "SPELEO" und 1982 Teilnehmer der zweiten Expedition in die Labyrinth-Höhle, welche einen ersten modernen Plan erstellte. Dieser Plan ist in Kap. 2 "Die Pläne" als i) "Plan von Romanas et al." vorgestellt. Bild 3: Abdallah (?). Während die arabische Schrift von rechts nach links geschrieben wird, werden die arabischen Zahlen wie bei uns auch von links nach rechts geschrieben. Sie sind einfach zu übersetzen. Mit der beigefügten Tabelle lesen wir die Jahreszahlen 201 (entspräche 823, unwahrscheinlich) oder 1201 (entspricht 1823) im ersten Bild, 1982 im zweiten Bild. Dauacher lebte und studierte in Athen und notierte dewegen wohl unsere westliche Jahreszahl, während die anderen Jahreszahlen offensichtlich aus dem islamischen Kalender stammen, welcher um 622 Jahre verschoben ist. Im vierten Bild lesen wir 1264 (entspricht 1886).

Abb. ba1 Arabische Inschrift? Abb. ba2 Arabische Inschrift? Abb. ba3 Arabische Inschrift? Übersetzung der arabischen Ziffern

Bild 4: schlecht lesbar, in der Mitte die Jahreszahl 1264 (entspricht 1886 a.D.)

Abb. ba4 Arabische Inschrift

c) Griechische Inschriften


Abb. c1 Zweisprachige Inschrift N. Voulis 1940 Abb. c2 Kon nos Katsamas, Ithaki 1951 Abb. c3 Minos Moulakakis, Rethimnon, 7.4.1940

Abb. c4 Daskalakis Nik, Kastelli,18.4.36 Abb. c5 Io. Kompatis 1859 Abb. c6 Nik Tsouderos Spili, 20.9.50

Abb. c7 L. Panajotakis 1904, Em. Katechakis 1904 Abb. c8 Nikolas Saraona, Kerkira, 30.3.1951 Abb. c9 Lochias (?) Ioanni Maliarakis, Kato Asites, Eto 1949

Abb. c10 I. Saroulakis, Daskalos Abb. c11 Myron Tsangkarakis, Roufa 1950 Abb. c12 Michalis, Roufas, 1997

Abb. c13 Z. Fanourgakis, Mires, 1949 Abb. c14 Daniel Syntichakis, 9.8.35 Abb. c15 A. Zerbas, Argetos, 1952 (?) Abb. c16 1893 S. Zouvoudidis

Abb. c17 18.4.1905 A. Markakis Abb. c18 A.B.M. Malliarakis

Abb. c19 Abb. c20 Maria... Karina (2x) 1940 Konstantinos Nisjikakis

Abb. c21 S. ChatzisAbb. c22 S. Chatzis 1933 Abb. c23 Ioannis Kangarokosoniakis 1943

Abb. c24 Notis Marakis 1938 Abb. c25 Diogenis Fotakis 1937 Abb. c26 I. Vlastos 1887Abb. c A. E. A. Lidakis 1851

Abb. c27 1413?Lautet diese Jahreszahl 1413, 1419 oder 1913? 1413 oder 1419 wäre die einzige und damit älteste Inschrift vor 1444 (siehe weiter oben). Hier ein paar Vergleichsmöglichkeiten durch Vergrösserung und Farbveränderung sowie Scharfzeichnung. In bin der Ansicht, dass die zweite Ziffer eine 4 und die letzte Ziffer eine 9 oder eine 3 ist. Wenn die letzte Ziffer eine 9 ist, kann die zweite aufgrund der Unterschiedlichkeit der beiden Strichführungen mit Sicherheit keine 9 sein !! Die Ziffer lautete dann 1419 und wäre damit die älteste bekannte Inschrift im Labyrinth !! In der hintersten Ziffer können wir ebenso gut eine 3 sehen, wo sich das Ende des oberen Bogens mit dem Beginn des unteren Bogens kreuzt. Dann bleibt die Frage, ob die zweit vorderste Ziffer eine 4 oder eine 9 ist.... Wenn die Inschrift 1913 heisst, ist sie jedoch nicht mehr spannender als andere....

Abb. c28 A. D. Ziampouras 1912 Abb. c29 Kon. D. Kokosalis 1929 Abb. c E. Kaunis 1887

Abb. c SaroulakisI. Saroulakis war offenbar mehrere Male im Labyrinth, denn er hat sich mehrere Male eingetragen, wie es scheint. Hatten wir ihn weiter oben schon als "Daskalos" (Lehrer), so finden wir ihn im abgebildeten Abschnitt gleich 2 mal. Einmal mit dem Zusatz "Kastelli" und dem Datum 15-5-34 (was wahrscheinlich zu einer anderen Inschrift gehört) sowie unten rechts mit dem Datum 14-4-29.





Abb. c Abb. c

Abb. c Mix. A. Kastelakis 1803 Abb. c E. Genechalis 1887

Abb. c Abb. c Abb. c

Abb. c Abb. c

Abb. c Abb. c Abb. c

Abb. c Beisakis Emman. 1984 Fikos (i mit 2 Punkten) Abb. c 1877 Abb. c

Abb. Abb.
Das Besondere an dieser Inschrift (Foto links) liegt darin, dass ein Grieche aus Rethymnon - Marcos Politakis - seinen Namen, Ort und Datum nicht in griechischer, sondern in westlicher Schrift anbringt.



An einem besonderen Ort, an der Decke nämlich, wurden ebenfalls Inschriften angebracht (Jahreszahl 1829 oder 1899, Foto rechts):




d) Deutsche Namen aus der Zeit des 2. Weltkrieges


Abb. d1 Peiser Kiel 1944 Abb. d2 23.1.43 Hermann Schick Abb. d3 27.3.1944 Schröder Th, Mehring / Moser

Abb. d4 6.3.44 Heinrich Goesecke Eibstorf Kr. Harburg Abb. d5 Gatterbauer Grubinger 1943 Abb. d6 Wenzel 1943 Abb. d7 Mischerr 3.10.1944

Abb. d8 Drechslen 1944 Abb. d9 O. Gefr. Fidler 1944 Abb. d

An dieser Wand (Foto links) befinden sich gleich mehrere deutsche Namen. Einige wie "Gustav Lerbs" oder "Gefr. Göbbels" haben sich sogar zweimal eingetragen. Die Abk. "Gefr." steht wahrscheinlich für "Gefreiter", so dass es sich bei "Göbbels" also um einen Namensvetter des bekannten, ranghohen Nazi handelt (letzterer schrieb sich übrigens mit "oe", nicht mit "ö").  Nachstehend noch einige Vergrösserungen einzelner Namen (Fotos auf der rechten Seite):

Abb. d11 Wand mit mehreren deutschen Namen Abb. d12 Gustav Lerbs 2x), Gefr. Göbbels u.a.

Abb. d15 Keil Marek 6.3.44   Abb. d16 Gefr. Göbbels


Abb. d13 Kurt Müller 1942 Abb. d14 P. Förtsch Deutschland 1943


An einer anderen Wand finden wir die unten abgebildete Inschrift mit zwei Hakenkreuzen (Foto links). Eine aufmerksame Leserin wies mich darauf hin, dass dem Zeichner dieser Hakenkreuze ein "Schreibfehler" unterlaufen war: sie sind spiegelverkehrt eingraviert. Ausserdem sind sie "stehend" statt um 45° gedreht. Hakenkreuze sind übrigens alte Symbole, "Swastika" (sanskrit = Glücks- oder Heilbringer) genannt, die ausser in Australien auf allen Kontinenten anzutreffen sind. Sie kommen in beiden Richtungen drehend und in verschiedenen Ausführungen vor. Wenn wir die Hakenkreuze als eine Art "Windräder" ansehen, dann würden die links zu sehenden Hakenkreuze rechts herum drehen, das heisst die Nazi-Hakenkreuze hatten sich links herum gedreht. Die Linksdrehung gilt jedoch als "Drehung in Todesrichtung", während die Rechtsdrehung als Lebensrichtung gilt (Kern, S. 27). Die Nazi-Symbole waren so gesehen also Todes-Symbole.....
Gegenüber, an derselben Wand wie eine der Inschriften von Eliza Fabrequettes (siehe zuoberst) finden wir eine militärische Inschrift (Foto rechts): "1944 Panzer-Aufklärungs-Abteilung 122, Nachrichtenzug" (einen Dank für die Info an Rolf Werling, 14.12.2013)

Abb. d10 Hakenkreuze Abb. d17

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Das ehemalige Kapitel 5 "Vergleich der Pläne" ist am Ende des Kapitels 2 "Die Pläne" zu finden, welches einen eigenen Link hat: www.labyrinthos.ch/Plaene.html .

Kap. 5   Der zweite Raum der Inschriften - der einzige natürliche Raum im Labyrinth


Im Jahre 2008 entdeckte ich einen zweiten Raum mit Inschriften, der auf allen Plänen fehlt. Der Raum hat keinerlei Spuren der Bearbeitung (1. Bild), aber Spuren von Wasser an der Decke (2. Bild). Es ist der einzige vollkommen natürliche Raum im Labyrinth!

ZRI, ein natürlicher Raum     ZRI, Spuren von Wasser     Abb. 3, ZRI    ZRI, diverse Inschriften

Es hat vor allem griechische Inschriften - offenbar ein Raum der Insider, der Touristen in früheren Jahrhunderten nicht gezeigt wurde. Allerdings schien er auch nicht allen Kretern bekannt zu sein. Inschriften gibt es vor allem aus der Zeit nach 1800 bis 1955. Allerdings sind einige bekannte darunter, deren Inschrift wir auch im Trapeza-Raum fanden: die Archäologin Eliza Fabreguettes z.B., die das Labyrinth 1832 besuchte (ihre Inschrift "Fabeguettes" ist hier nur geritzt (im Salle Trapeza mit schwarzer Farbe, aber beide Male in Kapitälchen) und hat einen Schreibfehler (!): das "r" fehlt. In der Vergrösserung sah ich dann plötzlich, dass zwischen B und E ein kleines R darüber geritzt war - sie hatte den Fehler offenbar bemerkt) und der deutsche Wehrmann Heinrich Goedecke am 6.3.1944. Eine ausführliche Inschrift hinterliess der Wehrmann "Wache Lavrint Obgefr. Bruno Arbter" am 29.11.1943 :

Abb.   Abb.   Abb.   Abb.

griechische Namen von 1943, 1854, 1912 und 1955(2x); der Wehrmann Rudi Damm 1943; die wahrscheinlich älteste Jahreszahl "1582"(?); 1828 NADAL DONADO :

Abb.    Abb.   Abb.



Kap. 6   Herkunft des Wortes "Labyrinth"


Im etymologischen Wörterbuch des Deutschen (dtv) lesen wir auf S. 755, das Wort "Labyrinth" sei

"...im 16. Jahrhundert aus lat. labyrinthus , griechisch λαβύρινθος entlehnt. ... Die Bildung mit -inthos ( -ινθος ) weist auf auf ein vorgriechisches Wort, das mit dem aus dem Lydischen stammenden labrys ( λάβρυς ) 'zweischneidige Axt, Beil' (hier aufzufassen als Königsinsignie) in Verbindung gebracht und daher als 'Haus der Doppelaxt' gedeutet wird."

Diese Vorstellung wurde wohl dadurch hervor gerufen, dass in Knossos wie auch anderswo Abbildungen einer Doppelaxt gefunden wurden, so dass dann Knossos, das ja mit dem Labyrinth des Minotaurus identifiziert wird bzw. mit dem Kretischen Labyrinth, ganz einfach das "Haus der Doppelaxt" wäre. Hierzu gibt es drei Dinge zu sagen.

Abb. 1 Münze mit Labyrinth1) Es gibt zwei Arten von Labyrinthen . Heute verstehen wir im Alltag darunter einen Irrgarten , in dem man sich verlaufen kann. Auch unsere Labyrinth-Höhle wurde in diesem Sinne "Labyrinth" getauft, und Knossos ist ebenfalls ein Labyrinth im Sinne eines Irrgartens. Demgegenüber ist das Ur-Labyrinth, das auch auf antiken Münzen abgebildet wurde (siehe rechts) und ebenfalls als "Kretisches Labyrinth" bezeichnet wird, kein Irrgarten! Es besteht aus einem einzigen, wohl verschlungenen Weg, hat aber keine Verzweigungen und dadurch nur einen Anfang und nur ein Ende, das meist im Zentrum liegt, d.h. der Weg in ein solches Labyrinth ist eine "Sackgasse", in der man allerdings das Zentrum nicht verfehlen kann bzw. zwangsläufig im Zentrum ankommt, wenn man genug Beharrlichkeit besitzt und nicht zu früh umkehrt. Ein solches Labyrinth wird eher noch mit Einweihung, Initiation und anderen mystischen Verwendungszwecken in Verbindung gebracht oder als Symbol des Lebensweges angesehen. Diese zweite Art von Labyrinth ist also ein verschlungener, kreuzungsfreier Weg .

2) Hermann Kern schreibt auf S. 17ff: "Die Etymologie blieb leider - trotz zahlreicher Deutungsversuche - bis heute ungeklärt. Die früher hauptsächlich vertretene Gleichung: »Labyrinthos = Haus der Doppelaxt (Labrys) = Palast von Knossos auf Kreta« hat sich aus einer Vielzahl von Gründen als unhaltbar erwiesen." So wurde zum Beispiel im Griechischen für eine Doppelaxt nicht das Wort "labrys" verwendet, sondern "πέλεκυς". Das Wort "λαβύρινθος" ist ein vorgriechisches (kleinasiatisch bzw. ägyptisch) und insbesondere kein kretisches Wort und wurde also aus einer älteren Sprache ins Griechische übernommen. Nach Kern lässt sich nur vermuten, dass der Begriff "Labyrinth" ursprünglich einen "Tanz bezeichnete, dessen Bewegungsform in der beschriebenen graphischen Figur fixiert wurde", dessen Bewegungen mit der Zeit nicht mehr verstanden wurden und darum sowohl von Tänzern als auch Zuschauern zunehmend als "irreführend und und unübersichtlich" empfunden wurden (womit sich die Entstehung der Bedeutung eines "Irrgartens" verstehen liesse). Die Bahnen, denen Labyrinth-(Gruppen-)Tänzer zu folgen hatten, wurden in besonderen Gebäuden, z.B. in Knossos, auf dem Tanzplatz am Boden in Stein gelegt, womit das Gebäude zu einem Haus des Labyrinth-Tanzes wurde, dann zum Haus des Labyrinths und schliesslich zum Labyrinth selbst, wobei die Bedeutung eines "bewundernswertes (Stein-) Gebäudes" entstand.

3) Es gibt andere Möglichkeiten für die Wortherkunft von "Labyrinth". a) Im französischen Buch "Shiva et Dionysos" von Alain Daniélou gibt es auf S. 158 die folgende Bemerkung: " Labra , par ailleurs, indique une caverne, labirion , une galerie de taupes." (deutsch: "Ausserdem verweist labra auf eine Höhle, labirion auf Maulwurfgänge.") Leider macht der Autor keine näheren Angaben zu den beiden Ausdrücken "labra" und "labirion" (welche Sprache / Quelle). Wer kann mir zu den beiden Worten "labra" und "labirion" weiterhelfen? Aus welcher Sprache stammen sie? Wo werden diese beiden Ausdrücke sonst noch erwähnt? b) Gemäss Heinrich Tischner (siehe Link am Ende dieses Kapitels) könnte "Labyrinth" auch von Linear B "da-pu-ri-to-jo" stammen. Franziska (siehe Link am Ende dieses Kapitels) schreibt dazu - unter Verweis auf den Labyrinth-Forscher Paolo Santarcangeli:

"Da auf einer knossischen Tafel das Wort "da-pu-ri-to-jo", auf einer anderen "da-da-re-jo" als Kennzeichnung für einen Daidaleion, d.h. ein Werk des Daedalus, stand, der ja, wie wir oben sahen, der sagenhafte Baumeister des Labyrinths von Knossos gewesen sein soll, wird insbesondere vom italienischen Labyrinthenforscher Paolo Santarcangeli die Bezeichnung "Labyrinth" gerade darauf zurückgeführt. Jenes "da-pu-ri-to-jo" ist hier in der altgriechischen Linear-B-Schrift niedergeschrieben worden, in der man - neben Kreta - auch Tontäfelchen im peloponnesischen Pylos sowie in Kleinasien bei Ausgrabungen gefunden hat. Santarcangeli hat dabei auch auf die Aussprache des Wortes "da-pu-ri-to-jo" bzw. "da-puri-to" hingewiesen und betont, dass zu jener Zeit der Buchstabe "p" als "b" ausgesprochen wurde, so dass dies ein "da-bu-ri-to" bzw. - da auch das "i" als "u" ausgesprochen wurde - ein "daburunto" wurde, und der Austausch eines "d" und "b" mit einem "l" kennzeichnend für die Aussprache in Kleinasien wurde. Dieses ergäbe dann, meint er, eine deutliche Parallele zum "Labyrinth" oder-mit der prähellenischen Schreibart - "labyrinthos"."
 
c) Es gab schon in früheren Jahrhunderten Versuche, die Bedeutung des Wortes "Labyrinth" zu erklären. Einer dieser Versuche stammt von Johannes Balbus. In seinem Werk "Catholicon" interpretierte er 1460 "Labyrinth" mit "labor" (lat. = Arbeit, Mühsal) und "intus" (lat. = hinein), was das Labyrinth zum Symbol für die "irdische Sündenwelt", das heisst für das "Jammertal" macht (Kern, S. 30). Auf alten Kreta-Karten (siehe die Bücher von Burkhard Traeger) ist das Labyrinth immer eingezeichnet, da es in früheren Jahrhunderten schliesslich eine der grossen Attraktionen der Insel war. Auf der Kupferkarte von Claudius Ptolemäus von 1541 bzw. 1544 finden wir die Beschriftung mit dem eben erwähnten Begriff "labor intus" (siehe den ersten Karten-Ausschnitt). Auf anderen Karten finden wir häufig den Namen "laberinto". "Candia" ist eine alte Bezeichnung für "Kreta" bzw. Iraklion (bei Piacenza zu sehen). Weitere alte Karten-Ausschnitte, auf denen das Labyrinth eingezeichnet ist, meist in der Nähe von Kastelli (Castel novo) und Gortis (Gortina):

1) Ptolemäus 1544                                         2) Münster 1598                                         3) du Val 1667

Abb 2 Ausschnitt Karte Ptolemäus 1544     Abb 3 Ausschnitt Karte Sebastian Münster 1598     Abb 4 Ausschnitt Karte du Val 1667

4) Visscher 1680                                        5) Piacenza 1688                              6) Homann 1721

Abb 5 Ausschnitt Karte Visscher 1680      Abb 6 Ausschnitt Karte Piacenza 1688     Abb 7 Ausschnitt Karte Homann 1721

7) Etwas seltsam (und verzerrt) mutet die Karte von Ortelius von 1592 an, vor allem was die Lage des Labyrinths und von Knossos (Gnosus) betrifft. Ich habe Heraklion, Matala und Knossos (Gnosus) grün markiert:

Abb. 8 Ausschnitt Karte Ortelius 1592

Weitere Ausführungen zur Etymologie des Wortes "Labyrinth" sind auf den folgenden Websites zu finden:

    Heinrich Tischner's Website:   http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/wort/idg/aegae/labyrint.htm

    Ilse M. Seifried's Website:   http://www.das-labyrinth.at/labyrinth/labyrinth-text-dt.htm

    Franziska's Labyrinth:   http://www.sciamana.de/htm/was/lab1.htm

Interview mit Hermann Kern über die beiden Arten von Labyrinth : http://www.mymaze.de/interview.htm

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Kap. 7   Ähnliche bearbeitete Höhlen


a) Das Kleine Labyrinth (Steinbruch-Höhle Nr. 2)

Im selben Hügel wie die Labyrinth-Höhle befindet sich auf der Nordseite auf ca. 430 m ü.M. eine weitere Höhle, die ähnliche Strukturen aufweist, aber wesentlich kleiner ist und darum „Kleines Labyrinth“, gr. „Μικρή Λαβύρινθος“, oder "Labyrintchen", griechisch „Λαβυρινθάκι“, genannt wird. Der Name ist genau genommen irreführend: diese Höhle hat nichts labyrinth-artiges an sich. Die Ähnlichkeit bezieht sich bloss auf die Spuren der Bearbeitung. Die Höhle besteht aus einem einzigen Raum mit einigen Säulen, aber ohne Gänge. In einzelnen Publikationen, Landkarten und Webseiten, die von der grossen, in Teil 1 vorgestellten Höhle keine Kenntnis haben, wird das Kleine Labyrinth fälschlicherweise als das grosse dargestellt. Diese Verwechslung wird jedoch durch die örtlichen Verhältniss gefördert: An der Strasse zwischen Plouti und Moroni gibt es eine Verzweigung, die Richtung Süden zum Kleinen Labyrinth führt. Auf der südlichen Strassenseite (Bild rechts) steht ein Wegweiser (der zweite, nördliche Wegweiser liegt schon längere Zeit für Passanten unsichtbar am Boden des angrenzenden Olivenfeldes; auf dem Bild links, aufgenommen 2007, stand er noch), der jedoch irreführend beschriftet ist, da er auf das (grosse) Labyrinth hinweist. Die Überprüfung der Höhe über Meer im direkten Vergleich mit dem (grossen) Labyrinth (413 m.ü.M.) im Sommer 2007 ergab, dass das Kleine Labyrinth etwa 15 bis 20 Meter höher liegt. Der Höhenunterschied legt nahe, dass entgegen vereinzelten Behauptungen zwischen den beiden Steinbrüchen keine Verbindung besteht. Auch diese Behauptung muss als Legende angesehen werden.
Anmerkung 03.07.2010: Es muss noch recherchiert werden, ob der Name "Labyrinthchen" ( „Λαβυρινθάκι“) nicht für die 3. Steinbruch-Höhle steht (siehe nächsten Beitrag, d. h. Kap. 7b)

KL Wegweiser gross Nord KL grosser Wegweiser Süd

Bei den weiteren Verzweigungen sind die Wegweiser dann korrekt beschriftet. Die teilweise verrosteten Schilder wurden 2005 oder 2006 ersetzt. Hinter dem neuen Wegweiser ist unten noch der alte zu erkennen, der offenbar nicht entfernt wurde (Bild rechts).

KL, Wegweiser klein, alt           KL, Wegweiser klein, neu


 Im Unterschied zum „grossen“ Labyrinth ist der Eingang zum Kleinen Labyrinth einfach begehbar und so weiträumig, dass fast die ganze Höhle mit Tageslicht erhellt wird.

KL Eingang   Grundriss des Kleinen Labyrinths


Der Eingang ist von weitem gut zu sehen, z.B. von der Strasse zwischen Plouti und Moroni (Bild links), aber auch von der Strasse oberhalb von Roufas, die nach Moroni und weiter nach Zaros führt (Bild rechts):


KL, Blick von der Strasse Plouti - Moroni     KL, Blick von der Strasse Roufas - Zaros


Das Mäuerchen, das Besucher Ende der 90er Jahre vor dem Betreten der Höhle noch überwinden mussten, war 2006 weitgehend abgebaut. Dafür wurde durch Alexandros, auf dessen Gelände die Höhle liegt, eine Treppe in den Absatz eingefügt.


KL, Eingang mit Manolis, rolf, Steve und June


KL, Eingang mit Säule   KL, Eingang mit Treppe


Wir steigen die Treppe hoch und werfen zunächst einen Blick zurück nach draussen (Foto von 1999):


KL, Blick nach draussen


Der Boden ist weitgehend eben. Es gibt bearbeitete Säulen, Wände und Kanten sowie Verschachtelungen, aber keine Gänge und auch keine Mauern. Insofern hat das Kleine Labyrinth nichts labyrinth-artiges an sich. Die Spuren der Bearbeitung machen aber ziemlich klar, dass diese Höhle ebenfalls ein unterirdischer Steinbruch war. Die maximale Länge beträgt 44m und die maximale Breite 15,30m. Hier einige Bilder:


KL, Säulen, Tageslicht


KL, Nische links     KL, Nische 1, Fortsetzung rechts


In der hintersten Ecke:


KL, hinterste Ecke, René


Nun drehen wir uns um und werfen einen Blick zum Ausgang:


KL, Blick von weit hinten Richtung Ausgang


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b) Steinbruch-Höhle Nr. 3

Etwa hundert Meter weiter westlich und etwas höher als der Eingang zum Kleinen Labyrinth liegt eine weitere Höhle, die den andern beiden Labyrinthen ähnlich, aber kleiner ist. Wenn wir vom Kleinen Labyrinth aus gehen, kommen wir unterwegs an einem markanten künstlichen Steinberg vorbei (Bild links). Recht gut versteckt - so gut versteckt, dass ich ihn 2006 selbst nicht mehr fand! - liegt der Eingang zur Labyrinth-Höhle Nr. 3 (Bild in der Mitte). Im Sommer 2009, im Rahmen des Oxford-Projektes "Labyrinth Lost", fand ich die Höhle wieder (dank des Griechen Alexandros, der sie uns zeigte). Damit wäre also die dritte Labyrinth-Höhle als "Labyrinth refound" der erste konkrete Erfolg dieses Projektes.... Die Höhle dringt 20 Meter in den Berg und ist maximal 25 Meter breit. Sie weist eindeutige Spuren der Bearbeitung auf und war ziemlich sicher auch ein unterirdischer Steinbruch. Auch hier wäre der Name „Λαβυρινθάκι“ ("Labyrinthchen", muss noch recherchiert werden ) irreführend, da diese Höhle ebenfalls nichts labyrinth-artiges an sich hat. Die Ähnlichkeit bezieht sich auch hier auf die Spuren der Bearbeitung. Bild rechts: der Eingang von innen. (Im  April 2010 vermass ich diese Höhle, Grundriss folgt.)


SH3, Steinberg am Weg zum Eingang SH3, Eingang SH3, Eingang von innen

SH3: Nische SH3

SH3 SH3: fliegende Fledermaus SH3: Säule

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c) (Steinbruch-) Höhle Nr. 4 (bei Sieber "La petite grotte" genannt)

Etwa 50 Meter westlich des westlichen Einganges zur Labyrinth-Höhle (rot markierter Baum) befindet sich eine weitere kleine Höhle. Sie scheint etwas höher zu liegen, da wir auf die nächst höhere Terasse hinauf steigen müssen. Tatsächlich liegt sie jedoch ziemlich genau gleich hoch, da, wie auf dem Bild zu sehen ist, die Terrassen an dieser Stelle nach Westen abfallen. Die inneren Dimensionen der Höhle sind ungefähr: 15m breit, 10m tief, vorne 2m und hinten 1m hoch. Diese Höhle ist ein weiteres Argument dafür, dass der westliche (zweite) Eingang zur Labyrinth-Höhle mit dem historischen Eingang gleichzusetzen ist, wie sich das aus dem Vergleich der Pläne ergab. Sieber zeichnete nämlich in seinem Plan an dieser Stelle eine kleine Höhle ein, die er "La petite grotte" nannte (Bild rechts), während er das Labyrinth als "La première grotte" bezeichnete. Die Höhle selbst weist keine Spuren der Bearbeitung auf, sie scheint natürlich zu sein. Sie muss hier jedoch aufgeführt werden, weil sie Sieber auf seinem Plan eingetragen hat und sie damit eine wichtige Orientierungshilfe ist.


SH4, Lage


SH4, Eingang          Plan Sieber, Ausschnitt petite grotte

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DIE KRETISCHE LABYRINTH-HÖHLE


www.labyrinthos.ch/Teil.2.html

Das als "Labyrinth" bezeichnete Höhlensystem
in der Nähe der antiken Stadt Gortyn auf Kreta




FOTO-DOKUMENTATION     von     Thomas M. Waldmann


TEIL 2


INHALTSVERZEICHNIS  

TEIL 1

Vorwort

NEWS

Kap. 1   Allgemeines

a) Das Labyrinth des Minotaurus

b) Bedeutung und Geschichte

c) geographische Lage

d) Verwechslung mit dem kleinen Labyrinth

e) Gefährlichkeit

f) Merkmale

Kap. 2   Die Pläne

a) Buondelmonti 1415 (1417)

b) Dumas 1783 (1999)

c) Cockerell 1811 (1820)

d) Kopien von Cockerells Plan: Bertuch (1821),
Charton (1854), Amé (1857) und Kern (1982)

e) erweiterte Kopie von Cockerells Plan: Prokesch von Osten 1825 (1836)

f) Sieber 1817 (1823)

g) Kopie von Siebers Plan: Spratt 1843 (1865)

h) Sigalas (1842)

i) Romanas et al. 1982

j) Petrochilou 1985

k) korrigierte und ergänzte Version von Petrochilous Plan: Waldmann 1998 - 2010

l) ein Vergleich der Namen und Notizen in den Plänen von Petrochilou, Dumas, Cockerell, Charton, Prokesch von Osten und Sieber

m) Vergleich der Pläne: Gesamtvergleich

n) Vergleich der Pläne: Detailvergleiche

Kap. 3   Die Labyrinth-Höhle auf Fotos

Vorschau

a) Anfahrt, Zugang und Eingang

b) Eingangsbereich

c) Gang rechts bis zum Trapeza-Raum

d) Rechts hinten links bis zum Einsturz

e) Zwischen den beiden Eingängen

f) Der zweite, westliche Eingang

g) Die Räume ganz links

h) Gang links bis zum Einsturz



TEIL 2

Kap. 4   Inschriften im "Trapeza"-Raum (Raum des Tisches)

a) Bekannte Personen

b) Besondere Inschriften

c) Griechische Inschriften

d) Deutsche Namen aus der Zeit des 2. Weltkrieges

Kap. 5   Der zweite Raum der Inschriften

Kap. 6   Herkunft des Wortes „Labyrinth“

Kap. 7   Ähnliche bearbeitete Höhlen

a) Das Kleine Labyrinth (Steinbruch-Höhle Nr. 2)

b) Steinbruch-Höhle Nr. 3

c) Steinbruch-Höhle Nr. 4

d) Steinbruch-Höhle Nr. 5

e) Steinbruch-Höhle Nr. 6

f) Die Höhle "Siderospilia"

g) Archea Eleftherna

h) Die Höhlen-Steinbrüche bei Agia Irini / Spilia (u.a. "Hazzidakis-Nivas")

i) ähnliche Höhlen im Ausland:

    1) Die Katakomben von Paris

    2) Tykarpsgrottan in Schweden

Kap. 8   Historische Bilder / Der historische Eingang

Kap. 9   Dokumente und Fotos aus dem 2. Weltkrieg (Militäraxx;{p>

Kap. 10   Was war die Labyrinth-Höhle wirklich?

a) Das Labyrinth des Minotaurus?

b) Ein Steinbruch?

Kap. 11   Offene Fragen, aktuelle Recherchen, Zukunft der Labyrinth-Höhle

Kap. 12   Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse meiner Forschungen

ANHANG

Anhang 1   Der Autor

Anhang 2   Literaturverzeichnis

Anhang 3   Internet-Adressen

Anhang 4   Quellenverzeichnis der Abbildungen und Fotos

Anhang 5   Dank





ACHTUNG: DIE LABYRINTH-HÖHLE IST GEFÄHRLICH !
Betreten Sie sie nicht auf eigene Faust !

© Das Copyright  sämtlicher Fotos und Texte liegt bei Thomas M. Waldmann, sofern nicht anders vermerkt. Fotos, Karten usw. kurz alle Arten von Abbildungen dürfen nur nach Rücksprache mit dem Autor verwendet werden.
Diese Website wird laufend aktualisiert. Stand:   25.06.2017


Kap. 4   Inschriften im "Trapeza"-Raum (Raum des Tisches)

a) Bekannte Personen


Abb. a1 Dumas 1783 Abb. a2 Savary 1779Zu den Inschriften bekannter Personen gehören all jene, die ich beim Vorstellen der Pläne bereits zeigte: Dumas, Cockerell, Spratt und Drummond. Auch Savary gehört natürlich dazu, seine Inschrift befindet sich allerdings nicht im Trapeza-Raum, sondern im rechten Gang.








Abb. a3 Cockerell Abb. a4 Spratt, Beacon 1843 Abb. a5 H. M. Drummond 1843

Hier sind Weitere:

Abb. a6 Eliza Fabrequettes 1832 mit Rahmen Abb. a7 Inschrift Fabrequettes 1832Gleich drei Inschriften, alle im Jahr 1832, hinterliess die Archäologin Eliza Fabrequettes, einmal mit Vornamen und Rahmen und zwei mal ohne. Eine befindet sich am "Türrahmen" der Eingangspforte zum Raum des Tisches (Trapeza), die andere innen an einer Wand. Im Oktober 2008 fand ich einen zweiten Raum mit Inschriften (der auf allen Plänen fehlt) im westlichen Teil des Labyrinths. Dort fand ich ebenfalls eine Inschrift von ihr. Alle drei Inschriften bestehen aus Kapitälchen. Während ihre Inschriften im Trapeza-Raum mit schwarzer Farbe nachgezogen sind, ist hier "FABEGUETTES" nur geritzt - und hat einen Schreibfehler (!): das "R" fehlt. In der Vergrösserung sah ich dann plötzlich, dass zwischen B und E ein kleines R darüber geritzt war - sie hatte den Fehler offenbar bemerkt..... Ergänzung 22.01.2013: Die ersten beiden Fotos wurden mit Blitz aufgenommen, das dritte Bild jedoch mit Seitenbeleuchtung und Stativ, daher die andere Farbe.

Abb.   Abb.


Abb. a8 Caporal 1837Die Inschrift "Joseph Caporal, Félicie Caporal" trägt darunter den Zusatz "enceinte de 5 mois", was "schwanger im 5. Monat" heisst..... Caporal war Arzt und "Health Service in Chief of Crete". Die Jahreszahl "1887" links oben gehört offenbar nicht zu dieser Inschrift, denn Scott, der die Höhle 1834 besuchte, erwähnt die Inschrift...(zitiert in Traeger 2005, S. 69), Spratt ebenfalls. Über der Linie ist ein weiterer Schriftzug "J. Caporal" zu erkennen.








Abb. a9 Inschrift DaskolojannisDie Person, die diese Inschrift hinterliess, müsste eigentlich auf Kreta bekannt sein. Interessanterweise wird sie in den griechischen Dokumenten, die sich den Inschriften widmen, nicht erwähnt. Daskalojannis leitete 1770 den grössten Aufstand der Kreter gegen die türkischen Besatzer. In Iraklion und in Anopolis wurde ihm ein Denkmal errichtet. Eines der Schiffe, die an der Südküste zwischen Chora Sfakion und Paleochora verkehren, trägt seinen Namen. Unter dem Namenszug ist noch "ΜΟΙΡΕ(Σ)" eingraviert. Mires ist die Hauptstadt der Messara.


Abb. a10 ProtopopoffDiese gut lesbare Inschrift weist auf einen russischen Konsul hin, der eigentlich leicht zu identifizieren sein sollte: Die Inschrift lautet: "9. mai 1903 / 1903 / Eug Protopopoff / Consul de Russie / La Canée"

Abb.Der österreichische Zoologe Carl Michael Theodor Graf von Attems besuchte Kreta 1899/1900. Er studierte vor allem Myriapoden (Tausendfüssler) und veröffentliche unter anderem 1902 das Werk "Myriapoden von Kreta nebst Beiträgen zur allgemeinen Kenntnis einiger Gattungen".










b) Besondere Inschriften

An dieser Stelle möchte ich ohne Kommentar die Fotos einiger Inschriften zeigen, die im Trapeza-Raum auffallen, z.B. wegen des Alters oder aus anderen Gründen.

Abb. b1 1444 Abb. b2 1481 A... Abb. Jahreszahl 1510 Abb. b4 1522 Abb. b5 1585

Abb. 1699 Unsichere: 1413? 1439 ? 1544 ?

Abb. b6 I Hawkins 1794 Abb. b7 Barbieri 1794 Abb. b8 D. Hercullez 1832 Abb. b9 P. Luca 1833

Abb. b10 Alfred Schiff Juni 1900 Abb. b11 Lichtenberg 1902 Abb. b12 1874 / Arriet Boyd / Pernier

Abb. b13 Jules Bois, avec Al Singer, ..., 7.XII.1909 Abb. b14 L. M. Ugolini MCMXXV Abb. b15 M.M.Rattray 12.8.99

Abb. b16 Debusal Abb. b17 Lyttle 9.8.1922

Abb. b18 R. de Guiroye 30. avril 1902 Abb. b19 George Gertrude Lagos, A(p)ril 09, 1938 Abb. b20 4.9.1905 F. N. Le M.
 
Abb. b21 Darasse 1840 Abb. b22 Inschrift "Darasse 1840" im Salle TrapezaDie Inschriften "DARASSE 1840", "CALVI 1840" sowie "VOLPATO 1840" fand ich zwei Mal im Labyrinth: einmal im Kampfsaal unterhalb bzw. links sowie gegenüber der Inschrift von Savary, ein zweites Mal im Trapeza-Raum. Während Calvi im Kampfsaal seinen Namen mit der Jahreszahl 1840 in ein Dreieck setzte, begnügte er sich im Trapeza-Raum mit einem Rechteck ohne Jahreszahl. Bei der Inschrift Volpatos ist ebenfalls keine Jahreszahl erkennbar. Zur selben Gruppe gehörten vermutlich noch weitere Leute. Mit der Jahreszahl 1840 fand ich im Kampfsaal noch die Inschriften von PALOMBA und Calegati (der einzige, der seinen Namen mit Gross- und Kleinbuchstaben schrieb), hier im Trapeza-Raum jene von FREZZOLINI und - schwerer zu entziffern - KAFANOMOLO oder ähnlich (?).

  Gang rechts, Inschrift Calvi 1840   Inschrift Calvi

Abb. 47 Raum 1, Inschrift Volpato 1840 Abb. Inschrift VOLPATO

Frezzolini 1840 Kafanomolo (?) 1840

Abb. b23 H. I. Stickroth 1915 Abb. b24 H. I. Stickroth, Toledo, Ohio, 1915Auch "H. I. Stickroth" hat sich 1915 zweimal verewigt im Trapeza-Raum. Bei einer Inschrift hat er seine Herkunft genauer angegeben mit "Toledo, Ohio"






Abb. 25 W. G. H. Bates, Toronto 1900, Canada Abb. b26 A. Schivond, 1.X.1896

Abb. b 1510 Abb. b R. Beharestin, photographe, 1900

Abb. b Steward (ohne Jahreszahl) Abb. b I. Foster (ohne Jahreszahl)

Abb. b M. S. Antonio (ohne Jahreszahl)

Abb. b Rieuf Fortoul 26. mai 1903 Abb. b Antony 1591 (?)

Hier einige arabische Inschriften (Lesung und Übersetzung nach Paul Coatalen) . Bild 1: Muharram Isam, 1201 (?); Bild 2: Nizam al Jawahir (= Nizam Dauacher), Al Urdun (= Jordanien), 1982; Der Jordanier Nizam Dauacher war Mitglied der zweiten griechischen Höhlenforschungsgesellschaft "SPELEO" und 1982 Teilnehmer der zweiten Expedition in die Labyrinth-Höhle, welche einen ersten modernen Plan erstellte. Dieser Plan ist in Kap. 2 "Die Pläne" als i) "Plan von Romanas et al." vorgestellt. Bild 3: Abdallah (?). Während die arabische Schrift von rechts nach links geschrieben wird, werden die arabischen Zahlen wie bei uns auch von links nach rechts geschrieben. Sie sind einfach zu übersetzen. Mit der beigefügten Tabelle lesen wir die Jahreszahlen 201 (entspräche 823, unwahrscheinlich) oder 1201 (entspricht 1823) im ersten Bild, 1982 im zweiten Bild. Dauacher lebte und studierte in Athen und notierte dewegen wohl unsere westliche Jahreszahl, während die anderen Jahreszahlen offensichtlich aus dem islamischen Kalender stammen, welcher um 622 Jahre vers